Alain Altinoglu: Debussy-Debüt mit den Berliner Philharmonikern

Alain Altinoglu debütiert am 21. September bei den Berliner Philharmonikern und stellt seine Neufassung der Konzertsuite von „Pelléas et Mélisande“ vor

 

Brüssel, Bayreuth, Boston: Alain Altinoglu, der seit Januar 2016 als Chefdirigent am Brüsseler Opernhaus Théâtre Royal de la Monnaie / De Munt amtiert, leitet als „sensibler Klangfarbenmagier“ (Süddeutsche Zeitung) an Häusern wie der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera, der Bayerischen Staatsoper oder dem Royal Opera House Covent Garden gefeierte Aufführungen, ist aber ebenso bei den Symphonieorchestern in Boston, Chicago und Philadelphia, den Staatskapellen in Berlin und Dresden, dem Orchestre de Paris oder dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks stets willkommener Gastdirigent. Die Saison 2017/18 beginnt der französische Musiker nun mit einem besonderen Debüt: Am 21. September steht Alain Altinoglu erstmals den Berliner Philharmonikern vor – und dirigiert dabei nicht nur Werke von Ravel, Bartók und Roussel, sondern auch die Uraufführung einer Konzertsuite zu Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“, die er selbst eingerichtet hat.

Ob als Operndirigent, in symphonischen Programmen oder als Liedbegleiter – Alain Altinoglu hat sich mit seinem Gespür für Klangfarben, Details und interpretatorischen Tiefgang in nahezu jedem Genre einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Für sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern kommt nun eine weitere Facette zu seinem umfangreichen Tätigkeitsbereich hinzu: die als so geschickter wie feinfühliger Arrangeur. Für Claude Debussys einzige Oper „Pelléas et Mélisande“, mit welcher der Komponist gleichzeitig einen Meilenstein des Opernrepertoires erschuf, stellte Altinoglu eine Konzertsuite zusammen, die nun bei den Berliner Philharmonikern ihre Uraufführung erlebt und als offizielle Version zukünftig durch den Musikverlag Debussys aufgelegt werden wird.

 

Ausgangspunkt für Altinoglus Arrangement waren dabei die Orchesterzwischenspiele, die Debussy in großer Zeitnot kurz vor der „Pelléas“-Premiere komponierte, damit die langen Umbaupausen auf der Opernbühne musikalisch gefüllt werden konnten. Altinoglu war es vor allem wichtig, die Atmosphäre und den Charakter der Oper beizubehalten – so folgt auch er dem Ablauf der Oper von den düsteren Anfangstönen bis zum flirrenden Cis-Dur Ende, das dem Tod Mélisandes folgt. Das Arrangement der Suite schließt an eine intensive Beschäftigung Alain Altinoglus mit dem Werk Debussys an, das bis in seine Jugendzeit zurückreicht: Bereits als Kind spielte Altinoglu Klavierwerke des französischen Impressionisten, bevor er als Teenager „Pelléas et Mélisande“ für sich entdeckte. Die Oper sollte ihn über Jahre hinweg begleiten – 2016 dirigierte er sie am Opernhaus in Zürich schließlich zum ersten Mal, und nicht zuletzt für seine Interpretation an der Wiener Staatsoper im Frühjahr 2017 erhielt er hervorragende Kritiken. Für die Uraufführung seiner Konzertsuite trifft Alain Altinoglu mit den Berliner Philharmonikern nun auf ein Orchester, das bereits Pierre Boulez für seine idealen Voraussetzungen für französische Musik lobte: farbenreich, ausdrucksstark, poetisch – und damit der perfekte Partner.

 

So erstklassig wie die Spielzeit beginnt, so gestaltet sich auch der weitere Verlauf in Alain Altinoglus Kalender: Auf sein Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra und einer anschließenden Tour im November folgen Poulencs „Dialogues des Carmélites“ mit einer hochkarätigen Besetzung im nach Renovierung wiedereröffneten Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, das Konzert-Debüt mit den Wiener Philharmonikern bei der Mozartwoche im Januar 2018 sowie weitere Debüts mit dem WDR Sinfonieorchester sowie dem Deutschen Symphonie-Orchester, bevor im April eine Neuinszenierung des „Lohengrin“ an seinem Brüsseler Stammhaus folgt.

 

Konzerttermine:

21./22./23.09.2017

Alain Altinoglu, Dirigent

Berliner Philharmoniker

Máté Szűcs, Viola

Maurice Ravel: Rapsodie espagnole

Béla Bartók: Konzert für Viola und Orchester Sz 120 (Fassung und Orchestrierung von Csaba Erdélyi 2016, Europäische Erstaufführung)

Claude Debussy: Suite aus der Oper „Pelléas et Mélisande“ (arrangiert von Alain Altinoglu, Uraufführung)

Albert Roussel: Bacchus et Ariane, Orchesersuite Nr. 2 op. 43

 

Weitere Informationen unter:

www.alainaltinoglu.com

www.berliner-philharmoniker.de