Russische Weiten, tiefe Wurzeln – Currentzis mit Strawinskys „Sacre“

»Noch heute sitzen in den Dörfern der Region Perm die babuschki beisammen und singen diese Melodien; sie sind gekleidet wie vor Hunderten von Jahren, Respektspersonen von großer Weisheit, so etwas wie Lehrerinnen, Ärztinnen und Zauberinnen zugleich. Hier liegt der Ursprung des Sacre du printemps – in einer Kombination von Volksliedern, die einst jedes in einer Dorfstraße spielende russische Kind kannte. Diese Aufnahme will die reine russische Essenz dieses Werks präsentieren, gezogen aus ihrer wirklichen, tiefen Quelle am anderen Ende der Welt.« –Teodor Currentzis

Für ihre vitalen Interpretationen von Mozarts Opern Le nozze di Figaro und Così fan tutte sowie ihr Rameau-Album The Sound of Light wurden Teodor Currentzis und sein Orchester MusicAeterna hoch gelobt, und jetzt präsentieren sie eine wahre Ikone der klassischen Musik in ihrer ganz eigenen Lesart: Strawinskys Le Sacre du printemps. Rezensionsexemplare können unter info@psmusicberlin.com bestellt werden.

Die Uraufführung des Sacre durch Sergej Diaghilews berühmte Ballets Russes fand 1913 in Paris statt und sorgte für einen veritablen Kunstskandal, denn alles an diesem Ballett und Konzertstück war neu und ungewöhnlich: von der Musik über die Choreographie von Waslaw Nijinsky bis hin zu den Kostümen und Bühnenbildern. Heutzutage gilt es als eines der einflussreichsten Musikwerke aller Zeiten.

Currentzis hat dieses Werk bereits etliche Male im Laufe seiner Karriere dirigiert, zum ersten Mal 2002 in Moskau. Mit der vorliegenden Aufnahme wollte er die Verwurzelung des Sacre in der russischen Folklore hervorheben und ein Abbild der ursprünglichen, authentischen Klangwelt, wie sie jedem Kind auf einer russischen Dorfstraße seinerzeit vertraut gewesen wäre, schaffen. Oder wie Teodor Currentzis selbst es sagt: »Diese Aufnahme will die reine russische Essenz dieses Werks präsentieren Für mich hat das Sacre so viel Bedeutung und Kraft, weil es eine tiefe Wahrheit über Russland in sich trägt, seine DNA.«

Teodor Currentzis, 1972 in Griechenland geboren, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Russland; zur Zeit ist er Künstlerischer Leiter des Opernhauses von Perm, und für The Indepent sind er und MusicAeterna, sein handverlesenes Ensemble junger Musiker, »die dynamischsten Newcomer der Klassik-Szene«.

Teodor Currentzis / MusicAeterna

Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps

SONY Classical, VÖ: 09.10.2015