Gustavo Gimeno und das OPL veröffentlichen drittes gemeinsames Album

„Gimeno ist also ein Musiker-Dirigent und das hört man deutlich. Nicht nur wenn es um exaktes Timing geht, macht ihm niemand etwas vor. Auch ein feines Gespür für Details ist ihm absolut zu Eigen, und die Klangbalance zwischen den einzelnen Gruppen gelingt vorzüglich.“

Deutschlandfunk, 23. Juli 2017


„So sind beispielsweise die Konzerte des Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno durchweg hervorragend, äußerst geschliffen und doch voller subtiler Schattierungen, Scharfsinn und Esprit.“

BBC Music Magazine, 27. Juli 2017


Gustavo Gimeno und das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) – erst seit Beginn der Spielzeit 2016/17 steht der Spanier dem Nationalorchester des Großherzogtums als Chefdirigent vor, doch bereits im März wurde sein Vertrag bis 2022 verlängert. Von der beflügelnden Zusammenarbeit und deren fulminanten Ergebnissen zeugen nicht nur vielgelobte Konzerte, sondern seit 2017 auch die hochproduktive Kooperation mit dem niederländischen Label PENTATONE. So bereichert seit Anfang August die bereits dritte Aufnahme die Diskographie Gimenos und des OPLs – und mit Maurice Ravels „Daphnis und Chloé“ warten Orchester und Dirigent mit einem echten Hochkaräter auf. Opulent und vielschichtig schillernd, wird die „Symphonie choréographique“ von Ravel in ihren Händen zu einem überragenden Klang-Erlebnis.

 

Ein antiker Stoff für die gefeierte Kompagnie der „Ballets Russes“: Mit einem Ballett zur Geschichte des antiken griechischen Rhetoriklehrers Longos um den Schäfer Daphnis und die Hirtin Chloé wollte der legendäre Impresario Sergei Djagilew 1909 an die ersten Erfolge seiner Truppe in Paris anknüpfen. Mit der Musik betraute er den schon damals zu den originellsten Vertretern seiner Kunst gehörenden Maurice Ravel, der aus dem Stoff eine Sternstunde der Musikgeschichte schuf: Als „choreographische Symphonie“ wird das durchkomponierte, etwa einstündige Werk durch musikalische Leitmotive zusammengehalten; ein wortloser Chor als Träger der Erzählung steht neben der größten Orchesterbesetzung, mit der Ravel jemals gearbeitet hat, und trägt so zur nicht nur aufwändigsten, sondern wohl auch virtuosesten und farbenreichsten Partitur in Ravels Schaffen bei. Obwohl Igor Strawinsky Ravels Musik später „zu einem der schönsten Zeugnisse französischer Musik“ erklärte, gelang bei der Uraufführung am 08. Juni 1912 in Paris allenfalls ein Achtungserfolg – auch als Folge von Disputen und Verzögerungen während der Proben, die einige Schwächen zur Folge hatten. Von einem „Achtungserfolg“ kann in der Interpretation des OPL mit Gustavo Gimeno 105 Jahre später keine Rede mehr sein – so transparent und sinnlich, kraftvoll und filigran interpretiert das Dream Team aus Luxembourg Ravels musikalisch fast überbordendes Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.

Nicht nur mit „Daphnis et Chloé“ wissen Gustavo Gimeno und das OPL auf der Einspielung für PENTATONE zu überzeugen – auch zwei weitere Werke des Komponisten, „Une barque sur l’océan“ sowie die „Pavane pour une infante défunte“, sind auf der Aufnahme vertreten und werden mit ebenso viel Esprit interpretiert. „Une barque sur l’océan“ ist dabei ursprünglich Teil eines fünfteiligen Klavierzyklus’, den „Miroirs“, die Ravel 30jährig komponierte und wenig später für Orchester setzte. Als technisch hochvirtuoses und anspruchsvolles Stück, in dem Ravel schon früh seine Begabung für Orchestrierung und Tonmalerei unter Beweis stellt, gibt es den Luxemburgern unter Gimeno einmal mehr Gelegenheit, ihre musikalische Qualität und Kunst der Differenzierung zu demonstrieren.

Noch ein wenig früher, bereits 1899, entstand die „Pavane pour une infante défunte“, in seinen Ursprüngen ebenfalls ein Klavierstück, das Ravel 1910 für eine kleine Orchesterbesetzung arrangierte. Befand auch Ravel selbst über das Stück, dass es allzu stark von Emmanuel Chabrier beeinflusst und „harmlos“ sei, sollte es Ravel dennoch als Komponisten berühmt machen und später auf Grund seines tanzartigen Charakters von einer Vielzahl an Choreographen zur szenischen Umsetzung herangezogen werden; darunter der legendäre George Balanchine, dessen Karriere bei keinem Geringeren begann als – Sergej Djagilew und seinen „Ballets Russes“. Insbesondere die Holzbläser und Hornisten des OPL können in diesem Stück ihre Meisterschaft zeigen – und mit der Schönheit der Melodie einen gebührenden Schlusspunkt der Aufnahme setzen.

 

 

Gustavo Gimeno, Dirigent

Orchestre Philharmonique du Luxembourg

 

Ravel

VÖ im August 2017 bei PENTATONE

 

1-8 Daphnis et Chloé: Part I

9-11 Daphnis et Chloé: Part II

12-14 Daphnis et Chloé: Part III

 

15 Une barque sur l’océan

 

16 Pavane pour une infante défunte

 

Kommende Konzerttermine mit Gustavo Gimeno in Europa:

25./26.08.: San Sebastián (Orchestre Philharmonique du Luxembourg)

27.08.: Santander (Orchestre Philharmonique du Luxembourg)

28./29.08.: Warschau (Orchestra of the 18th Century)

22.09.: Luxembourg (Orchestre Philharmonique du Luxembourg)

06./08.10.: Utrecht / Amsterdam (Nederlands Radio Filharmonisch Orkest)

23./25./27.10.: Luxembourg (Orchestre Philharmonique du Luxembourg)

 

Europa-Tournee mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg im Januar 2018:

18.01. Luxembourg / 19.01. München / 20.01. Luxembourg / 22.01. Linz / 23.01. Udine / 24.01. Innsbruck / 26.01. Essen / 28.01. Baden-Baden

 

Weitere Informationen unter:

www.gustavogimeno.com

www.opl.lu

www.pentatonemusic.com