Kirill Karabits auf den Spuren von Richard Strauss

Zweites audite-Album mit der Staatskapelle Weimar erscheint am 04.05.2018

„Ein außergewöhnliches Erlebnis“ – so beschrieb das Magazin Fono Forum Kirill Karabits‘ erste Aufnahme mit der Staatskapelle Weimar. Nur knapp ein halbes Jahr nach ihrem gemeinsamen Diskographie-Debüt legen die Staatskapelle Weimar und ihr Generalmusikdirektor nun ihre zweite Einspielung vor. Diesmal widmet sich Karabits seinem Vorgänger Richard Strauss, der nicht nur die Entwicklung der Staatskapelle, sondern auch Weimar als Musikstadt enorm prägte.

„Die Staatskapelle Weimar hat eine ganz besondere Beziehung zu den frühen Werken von Richard Strauss“, erklärt Kirill Karabits. „Diese Aufnahme zu verwirklichen war ein hochspannender Prozess für das Orchester wie auch für mich selbst.“ So wählte er für das neue Album Strauss‘ erste Tondichtungen Macbeth, Don Juan, und Tod und Verklärung, die Strauss allesamt während seiner Zeit als zweiter Kapellmeister am Hoftheater Weimar komponierte bzw. fertigstellte. Inspiriert wurde er dazu von den Sinfonischen Dichtungen seines Vorgängers Franz Liszt. „Man vergisst oft, wie wichtig die Begegnungen mit Liszts Musik für den jungen Richard Strauss waren“ erläutert Karabits. „Strauss sagte, dass er dadurch in seinen Weimarer Jahren ‚einen ganz neuen Weg‘ für sich gefunden hat.“ Das Album, das wie die Debüt-Aufnahme beim Label audite erscheint, spiegelt diese Entwicklung des Komponisten sowie den Klangreichtum der Staatskapelle Weimar wider.

Der Festmarsch in C-Dur schließt die Einspielung ab. Er entstand als eine Jubiläumsgabe von Richard Strauss an das Münchener Orchester seiner Jugendjahre ‚Die Wilde Gung’l‘. „Das Stück wird zwar recht selten gespielt, aber die Staatskapelle und ich waren uns sofort einig, dass es in unser Repertoire aufgenommen werden muss“, erzählt der ukrainische Dirigent.

Auszüge der Einspielung präsentierten Kirill Karabits und sein Orchester auf ihrer jüngsten, erstmaligen USA-Tournee – und überzeugten die amerikanischen Musikkritiker: „Diese Aufführung sollte weltweit als Vorbild für Künstler und Publikum dienen“, schrieb der Herald-Tribune aus Sarasota. Die vierwöchige Reise durch Amerika war ein einzigartiges und verbindendes Erlebnis für die Staatskapelle. „Im Verlauf der Tour sind wir musikalisch wie menschlich noch enger zusammengewachsen“, berichtet Ursula Dehler, die 1. Konzertmeisterin des Orchesters. „Unser Ensemblegeist und der Wille, immer sein Bestes zu geben, das schweißt zusammen.“

Mit diesem gestärkten Gemeinschaftsgefühl starten Kirill Karabits und die Staatskapelle Weimar im Sommer in ihre dritte gemeinsame Saison. Im Fokus der Spielzeit 2018/19 des Deutschen Nationaltheaters Weimar stehen die 100-jährigen Gründungsjubiläen der Weimarer Republik und des Bauhauses. Mit der Aufführung von „Don Giovanni“ (8.9.18) und „Così fan tutte“ (12.1.19) bringt Kirill Karabits seinen DaPonte-Zykus zum Abschluss. Ein weiterer Höhepunkt der kommenden Spielzeit ist die Weltpremiere eines bisher noch ungespielten, in Weimar entstandenen Opernfragments „Sardanapalo“ von Franz Liszt. 170 Jahre lang lag das Manuskript dieses Werks im Archiv in Weimar. Der britische Musikforscher David Trippet nahm sich den fragmentarischen Aufzeichnungen an, arrangierte und orchestrierte das Werk. Kirill Karabits und die Staatskapelle Weimar bringen das Stück am 19. August in der Weimarhalle erstmals zur Aufführung.

 

RICHARD STRAUSS

Staatskapelle Weimar
Kirill Karabits, Dirigent
VÖ: 04.05.2018 (audite)

 

1. Tod und Verklärung

Tondichtung für Orchester op. 24 (TrV 158)

2. Don Juan

Tondichtung für Orchester op. 20 (TrV 156)

3. Macbeth

Tondichtung nach Shakespeare für Orchester op. 23 (TrV 163)

4. Festmarsch

in C-Dur für Orchester (TrV 157)

 

Weitere Informationen unter:

www.kirillkarabits.com

www.nationaltheater-weimar.de

www.audite.de