Willkommen, Maestro!

Ehemals Schlagzeuger, hat Gustavo Gimeno seit 2014 einen beispielhaften Aufstieg als Dirigent hingelegt – am 24. September leitet er nun sein Antrittskonzert als Chefdirigent des Orchestre Philharmonique Luxembourg.

Schlagzeuger sind für den Erfolg oder Misserfolg eines Konzertes meist von essentieller Bedeutung – aus akustischen Gründen sind sie trotzdem vor allem im hinteren Bühnenbereich untergebracht. Gustavo Gimeno, von 2001 bis 2013 Solo-Schlagzeuger beim Royal Concertgebouw Orchestra, entschied sich im vergangenen Jahr dafür, diesen Platz gegen den ganz vorn zu tauschen – und feiert seitdem einen Erfolg nach dem anderen. Nachdem er bereits parallel zu seiner Tätigkeit als Schlagzeuger Dirigierstudien begann und Mariss Jansons, Claudio Abbado und Bernard Haitink assistierte, sprang er 2014 als Ersatz für den erkrankten Jansons bei seinen ehemaligen Amsterdamer Kollegen ein – aus dem Debüt wurde ein gefeierter Abend, der reihenweise zu Einladungen von Orchestern wie den Münchner Philharmonikern oder dem City of Birmingham Symphony Orchestra führte. Am 24. September tritt er nun erstmals als Chefdirigent vor ein Orchester: Als Nachfolger von Emmanuel Krivine dirigiert er das Orchestra Philharmonique Luxembourg in einem Programm mit Werken von Ligeti, Berg und Mahler.

Auch wenn Gimeno nach seinem Auftritt im Concertgebouw und darauf folgende Einsätze noch als „Neuentdeckung“ gehandelt wurde: Ein Blick in seinen Terminkalender zeigt, dass er sich bereits in kurzer Zeit als gefragter Dirigent etabliert hat. In der kommenden Spielzeit sind neben Debuts u.a bei der Staatskapelle Dresden, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, der Philharmonia Zürich und dem Orchestre National de France sind Wiedereinladungen der Münchner Philharmoniker, des Rotterdam Philharmonic Orchestra und des Orchestra Verdi sowie eine Tournee nach Japan und Taiwan mit dem Concertgebouw Orchestra geplant.

Für seine erste eigene Eröffnung in Luxemburg am 24. September setzt er Ligetis Concert Românesc, Sieben frühe Lieder von Alban Berg (mit Sopranistin Anja Harteros) und Mahlers erste Symphonie auf das Programm – und gibt damit bereits einen Eindruck, dass er in den nächsten vier Jahren auch mit seinem Orchester Großes vorhat.

Weitere Informationen: https://www.philharmonie.lu/de/opl