Matt Haimovitz widmet sich Philip Glass

Passend zum Jubiläumsjahr von Philip Glass, der im Januar seinen 80. Geburtstag feierte, hat Matt Haimovitz eine Aufnahme veröffentlicht, die sich vollständig den Cello-Werken der Minimal Music Legende und seines langjährigen Freundes und Weggefährten widmet. Die Einspielung seiner zwei Partiten für Cello spiegelt nicht nur Glass’ Leidenschaft für Streicherkompositionen wider, sondern beweist abermals Haimovitz’ einfühlsames Spiel.

 

Das erste Werk, das Philip Glass komponierte, entstand im Jahr 1952 und war ein Stück für ein Streichertrio. Dass Glass in den nächsten Jahrzehnten seiner Karriere eine Leidenschaft für Kompositionen für Streichinstrumente entwickelt, die in mehr als 18 Stücken für diese Instrumentengruppe mündete, war damals noch nicht vorhersehbar. Die von Matt Haimovitz nun eingespielten Werke stellen daher nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Stücke für Streichinstrumente dar, die Philipp Glass seither komponierte. Diese Werke von Glass sind sind stark durch die Musik Johann Sebastian Bachs geprägt. „Meine Stücke klingen zwar nicht wie Bach, jedoch hätte ich sie auch nicht schreiben können, ohne jemals seine Werke gehört zu haben“, so Philip Glass über seine Cello-Kompositionen, die nun vom international renommierten Cellisten Matt Haimovitz eingespielt wurden.

Eröffnet wird die Aufnahme von der Partita No. 2, die Philip Glass bereits 2010 komponierte, aber erst fünf Jahre später wieder zum Vorschein kam – und zwar während eines Besuchs von Matt Haimovitz im Studio des Komponisten. Nachdem Haimovitz das Stück auf Bitte von Philip Glass spielte, bezeichnete der Cellist es als ein „Verbrechen gegen die Musik“, dass dieses Stück so lange in den Tiefen von Glass’ Aufzeichnungen verborgen blieb. Im Januar diesen Jahres, sieben Jahre Fertigstellung des Werks, spielte Matt Haimovitz es auf CD ein, im Juni kam es in Salem (Massachusetts) zur Uraufführung. Darüber hinaus ist u.a. die erste von Philip Glass komponierte Cello-Partita auf der Aufnahme zu hören, die vor allem durch ihre Tiefe und ihren musikalischen Anspruch beeindruckt.

 

Philip Glass: Partitas for Solo Cello (Orange Mountain Music)

Matt Haimovitz

VÖ: Juli 2017

 

Partita No. 2 for Solo Cello (2010)

  1. Movement I
  2. Movement II
  3. Movement III
  4. Movement IV
  5. Movement V
  6. Movement VI
  7. Movement VII

8. The Secret Agent for Solo Cello (1996)

9. The Paris Sky for Solo Cello (from Book of Longing)

Partita No. 1 for Solo Cello „Songs & Poems“ (2007)

  1. Song I
  2. Song II
  3. Song III
  4. Song IV
  5. Song V
  6. Song VI
  7. Song VII

 

Weitere Informationen unter:

www.matthaimovitz.com