Alain Altinoglu: Mit Wien-Schwerpunkt in die neue Saison

Der Chefdirigent des Brüsseler Opernhauses zeigt seine stilistische Vielseitigkeit innerhalb weniger Wochen mit vier verschiedenen Ensembles in Oper und Konzert in einer der wichtigsten Musikstädte der Welt.

„Die Musiker der Wiener Staatsoper sind begeistert“, schrieb 2011 der österreichische „Kurier“, nachdem Alain Altinoglu am Haus am Ring den Falstaff von Verdi leitete. Zwischen seiner Staatsopernpremiere, die Altinoglu mit Don Carlo gab, und seiner bislang letzten Produktion in Wien, Pelléas et Mélisande, leitete Altinoglu neun Produktionen an der Wiener Staatsoper, seit 2015 auch in Premieren – ab dem 14. Oktober steht er nun der Neuproduktion eines Werks vor, das seit 40 Jahren nicht mehr an der Staatsoper gespielt wurde: Les Troyens von Hector Berlioz. In der Regie von David McVicar steht dann eine Besetzung auf der Bühne, die den wahrhaft epischen Dimensionen des Werks mehr als gerecht wird: Joyce DiDonato, Rachel Frenkel, Anna Caterina Antonacci, Brandon Jovanovich, Adam Plachetka und Peter Kellner zeigen in der Produktion ihr virtuoses stimmliches Können – mit Alain Altinoglu am Pult, bekannt für sein feines Gespür für Stimmen und seine sängerfreundlichen Dirigate, steht den Wienern somit eine echte Wiederentdeckung bevor, die einmal mehr begeistern wird.

Nur wenige Wochen nach Ende der Aufführungsserie an der Staatsoper wird Alain Altinoglu bereits nach Wien zurückkehren: Nachdem er im Januar 2018 sein symphonisches Debüt mit den Wiener Philharmonikern gab, leitet er das Orchester im Januar 2019 erstmals im Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (09.01.), in der 3. Soirée (10.01.) sowie im 5. Abonnementkonzert (12./13.01). Mit Daniil Trifonov am Klavier erklingen Werke von Debussy, Rachmaninow, Rimski-Korsakow und Ravel.
Die Rückkehr in den Wiener Musikverein lässt dann nicht lange auf sich warten: Vom 27.02. bis 01.03. dirigiert Alain Altinoglu die Wiener Symphoniker in einem ungewöhnlichen Programm: Auf Franz Liszts späte symphonische Dichtung Von der Wiege bis zum Grabe folgt sein Klavierkonzert Nr. 2 mit Solist Denis Matsuev. Den dritten Programmteil bestreitet schließlich Sergei Prokofjew Kantate Alexandr Nevskiy, entstanden für den Film von Sergei Eisenstein, die dessen Bildsprache teilweise maßgeblich beeinflusste.
Zu guter Letzt führt Alain Altinoglu am 26. und 27.03. das Orchestre National de France für zwei Programme in den Wiener Musikverein: Setzt sich der erste Abend aus Werken von Beethoven (mit Pianist Igor Levit), Ravel und Strawinsky zusammen, sind es am zweiten Abend Kompositionen von Dusapin, Bruch (mit Katia und Marielle Labèque am Klavier), Bizet und Roussel, die Altinoglu und das Orchester mit denkbar französischem Esprit interpretieren werden.

Weitere Informationen:
www.wiener-staatsoper.at
www.wienerphilharmoniker.at
www.wienersymphoniker.at
www.maisondelaradio.fr