Beatrice Rana: Paris, je t’aime!

Internationales Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2019

Ihre künstlerische Seele sei um ein Vielfaches reifer, als ihr junges Alter vermuten lasse, schrieb die britische Zeitschrift Gramophone. Dies stellt die italienische Pianistin Beatrice Rana auf ihrem neuen Warner Album “Miroirs”, das am 25. Oktober erscheint, unter Beweis. Für ihr drittes Album nahm sie virtuose, poetische Werke, die an Paris in den Übergangsjahren des 20. Jahrhunderts erinnern, auf: Ravels Miroirs und La Valse sowie Klaviertranskriptionen von Strawinskys schillernden Ballettpartituren, Der Feuervogel und Petruschka.

„Ich habe Ravel immer geliebt, er hat die Musik im impressionistischen Sinne revolutioniert und Naturszenarien geschildert, die vom Orchesterklang inspiriert sind. Vor zwei Jahren hörte ich Miroirs von Svjatoslav Richter gespielt, und ich war äußerst beeindruckt. Ich wollte diese Suite spielen und sie mit Der Feuervogel und Petruschkain einem Programm verbinden. Gemeinsam präsentiert zeigen diese Stücke das musikalische Abbild der Welt des frühen 20. Jahrhunderts, in der eine eindrucksvolle Revolution der Musiksprache stattfindet.“

Der rote Faden des Programms ist Ravels La Valse, den Beatrice Rana hier meisterlich interpretiert. In dem Werk sahen viele den Niedergang einer ganzen Welt, symbolhaft dargestellt in dem beliebtesten Tanz des österreichischen Kaiserreichs. Nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft gerichtet ist Ravels Zyklus Miroirs, in dem er die Klangwelt des Impressionismus überwindet – nur wenige Jahre, bevor Strawinsky mit seinen Pariser Balletten für Aufsehen sorgte. Die Klavierversionen der Musik aus dem Feuervogel und Petruschka stehen als eigenständige Werke neben den Orchesteroriginalen. Mit dem französischen Album setzt Beatrice Rana nach den hochexpressiven Konzerten von Tschaikowsky und Prokofjew sowie den Goldberg-Variation einen neuen Akzent in ihrer Diskografie – und beweist eine seltene Weiträumigkeit der von ihr beherrschten Klavierstile.

Beatrice Rana, so die New York Times, sei eine Pianistin „die sich durch wilde Technik und ihre musikalische Intelligenz auszeichnet“. Auch der Tagesspiegel pries Ranas Feuervogel und lobte ihre „lodernde Leidenschaft“ sowie ihre „rückhaltlose Risikofreude“. 1993 in eine Musikerfamilie geboren, debütierte sie bereits im Alter von neun Jahren mit Bachs Klavierkonzert in f-Moll. Seither hat sie sich nicht zuletzt durch zahlreiche Wettbewerbserfolge zu einer weltweit gefragten Solistin entwickelt, die bereits mit namhaften Orchestern arbeitete, darunter das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und die Filharmonica della Scala. Neben Gastspielen bei internationalen Festivals, wie dem Verbier Festival oder dem Klavier-Festival Ruhr gründete Rana in ihrer Heimatregion Spongano das Kammermusikfestival „Classiche FORME“, wo sie als künstlerische Leiterin tätig ist.

Beatrice Rana ist Exklusivkünstlerin bei Warner Classics. Sowohl für ihr Debüt-Album mit den Klavierkonzerten von Tschaikowsky und Prokofjew (2016) als auch für die darauffolgende Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen (2017) wurde Rana vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem niederländischen „Edison Klassiek“ Preis, dem „Newcomer of the Year“ Award des BBC Music Magazinesowie als Gramophone„Young Artist of the Year“. Die New York Timesattestierte Beatrice Ranas Klavierspiel „übernatürliche Sensibilität, Raffinesse und Kontrolle, mit einem Hauch von Magie” und listet die Bach-Aufnahme unter den 25 besten Einspielungen des Jahres.

 

Strawinsky & Ravel: VÖ 25.10.2019 (Warner Classics)

Maurice Ravel: Miroirs

Noctuelles

Oiseaux tristes

Une barque sur l‘océan

Alborada del gracioso

La Vallée des cloches

Igor Strawinsky: Danse infernale, Berceuse et Finale aus «Der Feuervogel» (arr. Guido Agosti)

Danse infernale

Berceuse

Finale

Igor Strawinsky: 3 Sätze aus «Petruschka» (arr. Strawinsky)

Danse russe

Chez Pétrouchka

La Semaine grasse

Maurice Ravel: La Valse

La Valse

 

Kommende Termine in Deutschland und Österreich:

26.11.2019: Dortmund, Konzerthaus | Recital

12.12.2019: Wien, Konzerthaus | London Philharmonic Orchestra & Vladimir Jurowski: Tschaikowsky

13.12.2019: Dortmund,Konzerthaus| London Philharmonic Orchestra & Vladimir Jurowski: Prokofiev

14.12.2019: Stuttgart, Liederhalle | London Philharmonic Orchestra & Vladimir Jurowski: Tschaikowsky

15.12.2019: Frankfurt, Alte Oper | London Philharmonic Orchestra & Vladimir Jurowski: Prokofiev

04.02.2020:  Berlin, Philharmonie | Recital

20./21.02.2020: München, Herkulessaal | Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks & Mikko Frank: Prokofiev & Sibelius

Foto © Simon Fowler