BOMSORI – der „Klang des Frühlings“

Debüt-Album der Geigerin Bomsori Kim erscheint am 3. August 2018 in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Bomsori Kims Großvater muss ein Mann von prophetischer Weitsicht sein. Anders lässt sich kaum erklären, dass er für seine vor fast 29 Jahren geborene Enkelin einen derart vorausschauenden Namen wählte: Bomsori – der „Klang des Frühlings“. Eine musikalische Laufbahn wurde der koreanischen Geigerin damit fast in die Wiege gelegt – und doch kann man nur staunen angesichts ihrer Erfolgsgeschichte: Längst eine der gefragtesten Solistinnen ihrer Heimat, erspielte sie beim ARD-Musikwettbewerb 2013 den zweiten Platz. Es folgten Preise u.a. beim Tschaikowsky-Wettbewerb, der Queen Elisabeth und der Montreal International Competition sowie beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb. Nun legt Bomsori bei Warner Classics ihre Debüt-Aufnahme vor, für die sie mit Violinkonzerten von Henryk Wieniawski und Dmitri Schostakowitsch zwei Werke eingespielt hat, die für sie große Bedeutung haben – bei Konzerten in Nürnberg und Berlin wird sie außerdem live ihre bemerkenswerte Vielseitigkeit unter Beweis stellen.

Obwohl Bomsori Kim nicht aus einer Musikerfamilie stammt, begleitet die Musik sie doch bereits seit ihrer Kindheit – und mit dem Preisgewinn beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD vor fünf Jahren rückte sie erstmals in das Licht einer größeren, internationalen Öffentlichkeit. Auf ihrem Debüt-Album für Warner Classics, das am 3. August 2018 im deutschsprachigen Raum erscheint, zeigt sie nun Ausdruckskraft und Farbenreichtum ihres Spiels im Violinkonzert Nr. 2 von Henryk Wieniawski sowie im Violinkonzert Nr. 1 von Dmitri Schostakowitsch.

Der Komponist und Violinvirtuose Henryk Wieniawski verbrachte zwölf Jahre als Hofvirtuose am Zarenhof in St. Petersburg, wo er 1862 sein zweites Violinkonzert präsentierte. Generationen später erblickte Dmitri Schostakowitsch ebenfalls in St. Petersburg das Licht der Welt – für Bomsori Kim mag es der Preis beim internationalen Wieniawski-Wettbewerb 2016 gewesen sein, der die 1989 geborene Geigerin auf bisher kaum beachtete Verbindungspfade zwischen polnischer und russischer Musik lockte. In Kims von schillerndem Farbenreichtum, geradezu verschwenderischer Virtuosität und immenser Expressivität geprägtem Spiel treffen die Werke von Wieniawski und Schostakowitsch aufeinander – auf der einen Seite das melodische Konzert des polnischen Komponisten, eines der großen Violinkonzerte des romantischen Repertoires, auf der anderen Seite das Werk Schostakowitschs, geprägt von Kriegserfahrungen, Stalinterror und innerer Emigration.

Für Bomsori Kim macht aber nicht nur diese Gegensätzlichkeit den Reiz aus, beide Werke nebeneinander zu präsentieren. Die junge Geigerin hat sich in den letzten Jahren intensiv mit den Konzerten beschäftigt und bei erfolgreichen Wettbewerben 2016 in Montréal und Poznań gespielt, wofür ihr u.a. der Publikumspreis des Wieniawski-Wettebewerbs zugesprochen wurde und die Zuhörer eines polnischen Radiosenders ihre Interpretation als die beste seit Jahren auszeichneten. Zuhörer und Fans waren es auch, die Bomsori Kim fragten, wann sie die Konzerte denn endlich aufnehmen würde – für ihre Debüt-Einspielung hat die Musikerin damit nicht nur zwei Werke gewählt, die ihr persönlich viel bedeuten, sondern die sie auch mit ihrem Publikum verbinden und als Visitenkarte repräsentativ für die Vielseitigkeit ihrer Interpretationen stehen.
Mit dem Warsaw National Philharmonic Orchestra unter Jacek Kaspszyk fand die Solistin ebenso kompetente wie authentische Partner für diese Höhepunkte der (ost)europäischen Konzertliteratur.

In Deutschland wird Bomsori Kim in nächster Zeit auch vermehrt im Konzert zu erleben sein. Am 4. August spielt sie gemeinsam mit dem Nürnberger Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Kahchun Wong vor über 80.000 Konzertbesuchern beim Nürnberger Klassik Open Air, das vom Kulturreferat der Stadt Nürnberg veranstaltet wird. Im Oktober folgt ein Auftritt im Konzerthaus Berlin, wo sie auch eines ihrer eingespielten Werke, das Violinkonzert Wieniawskis, auf die Bühne bringen wird. In der kommenden Saison stehen neben Gastspielen in der Schweiz und in Österreich Festivaldebüts beim Rheingau Musikfestival sowie beim Heidelberger Frühling bevor. Zudem arbeitet Bomsori derzeit an einem kammermusikalischen Projekt mit dem polnischen Pianisten Rafał Blechacz, mit dem sie erst kürzlich auf einer Mini-Tournee in Polen mehrere Duo-Recitals gab. Von Bomsori Kim wird man also noch hören – wie könnte es aber auch anders sein, mit so einem Namen.

Kurzbiographie:

Mit der erfolgreichen Teilnahme an zahlreichen internationalen Wettbewerben hat Bomsori Kim sich in den letzten Jahren einen Namen als vielversprechende Nachwuchskünstlerin gemacht. So zog die südkoreanische Geigerin 2010 erstmals internationale Aufmerksamkeit auf sich, als sie bei der Sendai International Music Competition nicht nur den Publikumspreis gewann, sondern auch als jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Wettbewerbs ausgezeichnet wurde. Die Liste der Preisgewinne, die darauf folgten, ist beeindruckend, darunter der 2. Platz beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb (2013) und der 5. Platz beim Tschaikowsky-Wettbewerb (2015). Diese Erfolge eröffneten Bomsori Konzertdebüts auf der ganzen Welt, u.a. im Wiener Musikverein, im Konzertsaal des Seoul Arts Center, im Prinzregententheater in München, in der Berliner Philharmonie sowie in der Carnegie Hall in New York, wo sie 2017 erstmals auftrat.
Bomsori spielt eine Violine von Joannes Baptista Guadagnini aus dem Jahr 1774.

 

 

Wieniawski / Schostakowitsch
VÖ: 03.08. 2018 (Warner Classics)

 

Bomsori Kim, Violine
Jacek Kaspszyk, Dirigent
Warsaw Philharmonic Orchestra

 

Henryk Wieniawski: Violinkonzert Nr. 2 in d-Moll, op. 22

1 Allegro moderato
2 Romance. Andante ma non troppo
3 Allegro con fuoco – Allegro moderato

 

Dmitri Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1 in a-Moll, op. 77

4 Nocturne: Moderato
5 Scherzo: Allegro
6 Passacaglia: Andante
7 Burlesque: Allegro con brio – Presto

 

Kommende Konzerttermine in Deutschland:

04.08. Klassik Open Air Nürnberg
23.10. Konzerthaus Berlin

 

Weitere Informationen unter:

www.bomsorikim.com

www.warnerclassics.de