Hilary Hahn: Back to Bach

Vor 21 Jahren veröffentlichte Hilary Hahn ihre Debüt-Aufnahme mit Werken für Solo-Violine von Johann Sebastian Bach – seitdem ist sie von den Konzertpodien weltweit nicht mehr wegzudenken, fasziniert sie doch neben ihrem makellosen Spiel ebenso mit ihrer unkonventionellen Herangehensweise an Musik, ihrer Offenheit und ihrer Begabung, eine echte Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen. Am 05. Oktober erscheint bei Decca Classics die lang erwartete Fortsetzung des Bach-Zyklus‘ der dreifachen Grammy-Gewinnerin: „Hilary Hahn plays Bach“ findet so endlich seine Komplettierung. Für ihre Fans ein Grund zur Freude, ist die Einspielung für Hilary Hahn „ein Meilenstein meines musikalischen Lebens“ – und hat dabei gute Chancen, ebenso Referenzaufnahme zu werden wie sein Vorgänger.

Wie kann man nur so Bach spielen! Als 1997 eine junge Geigerin, noch nicht ganz 18 Jahre alt, ihr Debüt-Album „Hilary Hahn plays Bach“ mit Werken des Komponisten für Violine solo vorstellte, war die Klassik-Welt nahezu geschockt – so elegant, so leidenschaftlich und mit  solch meisterhaftem Können in jedem Ton hatte man diese Referenzwerke des Violinrepertoires selten gehört, und der Kritiker der „Stereo Review“ meinte sogar: „Ich würde so weit gehen zu sagen, dass ich dieses legendäre, unmögliche Musikstück nie auf einem höheren Niveau gehört habe“. 21 Jahre später legt Hilary Hahn nun mit den Sonaten Nr. 1 und 2 sowie der Partita Nr. 2 die Komplettierung ihres Zyklus‘ der Werke für Solo-Violine von Bach vor – und zeigt sich einmal mehr als die „empfindsame, differenzierte Erzählerin, die begeistert“, die der „Der Standard“ erst im Sommer 2018 bei ihren Bach-Zugaben in Grafenegg hörte.

Die Beziehung der mittlerweile 38jährigen Geigerin zu Bach reicht dabei bis zu ihren allerersten musikalischen Erfahrungen zurück: Die Musik des Komponisten, für Richard Wagner „das erstaunlichste musikalische Wunder aller Zeiten“, nahm sie als erstes durch die Klavierstunden ihres Vaters wahr. Auch in ihrem eigenen Unterricht wurde Bach schnell zum täglichen Begleiter – und ist es bis heute geblieben, nicht nur während des Übens, sondern auch als Zugabe nach Konzerten oder in den ungewöhnlichen Formaten, die Hilary Hahn konzipiert, darunter “Mini-Konzerte” für Eltern und Kinder und Auftritte in Yogastudios. Wie schon bei ihrer Debüt-Aufnahme vertraute Hilary Hahn auch für ihre neue Einspielung nicht nur ihrem Können, sondern auch ihrem Bauchgefühl, und so bezeichnet sie die Einspielung wohl nicht umsonst als “die beste Aufnahme, die ich an diesem Punkt meines Lebens aus meiner Sicht anbieten kann.“. Dass diese nicht gleich auf die erste Bach-CD folgte, hatte einen simplen Grund: Hilary Hahn wollte die Aufnahme noch vor sich haben, liebt sie es doch bis heute am Meisten, diese Stücke zu spielen. „Sich der Freiheit des Augenblicks hinzugeben, ist die einzige Möglichkeit, eine ehrliche Aufführung zu erreichen. Die Augenblicke und großen Gesten, die Bach den Violinisten mit diesen Arbeiten geschenkt hat, sind auf eine magische Weise grenzenlos.“, so die Geigerin.

Grenzenlos scheint auch die Vielseitigkeit, die Hilary Hahn immer wieder unter Beweis stellt. Ebenso intensiv wie der Musik Bachs widmet sie sich Neukompositionen und Auftragswerken, darunter ein mehrjähriges, von ihr initiiertes Projekt zur Schaffung eines neuen Kanons von Violinzugaben, eine retrospektive Sammlung, die auch Kunst ihrer Fans enthält sowie eine Aufnahme für Kinder. Lohn für ihre Offenheit sind nicht nur Begeisterung bei Publikum und Kritikern, sondern auch u.a. drei Grammys und ein Pulitzerpreis. Authentisch und nahbar zeigt sie sich auch in den Sozialen Medien, wo sie ihren Fans z.B. in dem Projekt #100DaysofPractice einen unmittelbaren Blick in ihre Probenarbeit ermöglicht. Auch dies macht sie nicht nur zu einer außergewöhnlichen Geigerin, sondern vielmehr zur „maßstabsetzenden Musikerin unserer Zeit“ (Süddeutsche Zeitung).

Hilary Hahn:
Hilary Hahn plays Bach

Johann Sebastian Bach:
Sonate Nr. 1 in g-Moll BWV 1001
Sonate Nr. 2 in a-Moll BWV 1003
Partita Nr. 1 in h-Moll BWV 1002

Hilary Hahn – Bachsolokonzerte 2018-19

14. Oktober 2018
Maison de la Radio France, Paris
Sonate Nr. 1 in g-moll / Partita Nr. 1 in h-moll / Partita Nr. 2 in d-moll

23. Oktober 23 2018
Lincoln Center, New York
Sonate Nr. 1 in g-moll / Partita Nr. 1 in h-moll / Partita Nr. 2 in d-moll

26. Oktober 2018
The Kennedy Center, Washington D.C.
Sonate Nr. 1 in g-moll / Partita Nr. 1 in h-moll / Partita Nr. 2 in d-moll

4. November 2018
Davies Symphony Hall, San Francisco
Sonate Nr. 1 in g-moll / Partita Nr. 1 in h-moll / Partita Nr. 2 in d-moll

9. November 2018
Royal Conservatory of Music, Toronto
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

3. Dezember 2018
Opera Hall, Tokio
Sonate Nr. 1 in g-moll / Partita Nr. 1 in h-moll / Partita Nr. 2 in d-moll

5. Dezember 2018
Opera Hall, Tokio
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

21. Dezember 2018
Lotte Hall, Seoul
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

27. Mai 2019
Philharmonie, Berlin
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

30. Mai 2019
Wigmore Hall, London
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

3. Juni 2019
Prinzregententheater, München
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur

13. Juni 2019
Konzerthaus, Wien
Sonate Nr. 2 in a-moll / Partita Nr. 3 in E-Dur / Sonate Nr. 3 in C-Dur