Raphaël Pichon und Pygmalion: Mozart in Salzburg und Aix-en-Provence

Mozart-Matinee, Mozart-Requiem, Mozart-Einspielung – 2019 hält einige Höhepunkte für Dirigent Raphaël Pichon und das von ihm gegründete Ensemble Pygmalion bereit, bei denen sich (fast) alles um den österreichischen Komponisten dreht.

Zunächst eröffnen sie am 3. Juli gemeinsam das Festival d’Aix-en-Provence mit dem Requiem, inszeniert von Romeo Castellucci. Am 7., 11. und 17. Juli folgen weitere Abende in Aix mit Werken Mozarts und seiner Zeitgenossen. Hochkarätig geht es weiter, mit zwei Mozart-Matinéen, die Pichon am 17. Und 18. August bei den Salzburger Festspielen leiten wird. Ende August machen der Dirigent und sein Ensemble schließlich einen Ausflug in die Bach-Literatur, wenn sie beim Bremer Musikfest am 31.8. Motetten präsentieren. Zurück zu Mozart geht es jedoch gleich im Herbst: Auf Harmonia Mundi erscheint dann die neue Veröffentlichung von Raphaël Pichon und Pygmalion mit ausgewählten Mozart-Arien.

Über Raphaël Pichon und Pygmalion
Trotz seiner jungen Jahre hat der 1984 geborene Raphaël Pichon bereits große Wellen geschlagen – nicht umsonst nannte die Süddeutsche Zeitung ihn den „derzeit spannendsten und visionärsten unter den Bach-Dirigenten“. Hoch im Kurs steht auch das von ihm gegründete Ensemble Pygmalion: Gemeinsam haben sich der Dirigent und sein Orchester durch hochwertige und lebendige Originalklang-Interpretationen einen Namen gemacht, Kritiker und Zuhörer mit Werken von Bach, Rameau oder Monteverdi, aber auch Mendelssohn und Brahms begeistert. In Frankreich gelten sie bereits als eine der aufregendsten und vielversprechendsten Formationen der jungen Klassikszene. Zu den großen Vorbildern Pichons zählen Nicolas Harnoncourt und Gustav Leonhardt, mit dem er noch selbst als Countertenor auftrat. Zugleich sind Pichon und Pygmalion Angehörige einer neuen Generation von Musikern, die der bahnbrechenden Arbeit ihrer Vorgänger mit einer spielerischen Leichtigkeit immer wieder neue Facetten und Deutungsweisen hinzufügen. Und auch jenseits der Originalklang-Tradition agieren der Dirigent und sein Klangkörper mit undogmatischem Weitblick und Kreativität.

Raphaël Pichon machte seine ersten musikalischen Erfahrungen im Kinderchor von Versailles und studierte später Gesang, Violine und Klavier am Pariser Konservatorium. Als Countertenor sang er schließlich nicht nur unter Leonhardt, sondern auch unter Jordi Savall, Ton Koopman und Geoffrey Jourdain, mit dem er zeitgenössische Werke aufführte. 2006 gründete Pichon Pygmalion, zu dem nicht nur ein auf historische Instrumente spezialisiertes Ensemble gehört, sondern auch ein renommierter Chor. Pygmalion sind heute Associate Ensemble an der Opéra de Bordeaux, treten regelmäßig bei führenden Festivals und Konzerthäusern auf – darunter das Brüsseler BOZAR und die Philharmonie die Paris – und gewannen 2018 mit einer Einspielung von Werken aus der Zeit der Medici auf Harmonie Mundi einen OPUS KLASSIK in der Kategorie „Operneinspielung des Jahres (Oper bis inkl. 17./18. Jahrhundert)“.

Raphaël Pichon und Pygmalion arbeiten bereits seit 2014 mit Harmonia Mundi zusammen; bislang entstanden Aufnahmen von Bachs Köthener Trauermusik, Rameaus Castor et Pollux sowie seinem Rheinmädchen, eine neue Fassung von Dardanus, Rossis Orfeo, eine Zusammenstellung aus Werken von Gluck und Rameau in Zusammenarbeit mit Stéphane Degout sowie das bereits erwähnte preisgekrönte Medici-Projekt Stravaganza d’Amore!. Auf Erato veröffentlichte Pichon zudem Mozart and the Weber Sisters, das er gemeinsam mit Sabine Devieilhe aufnahm. Neben dem OPUS KLASSIK erhielt er für seine Einspielungen bereits den Gramophone Award, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, den Diapaspn d’Or, den Victoire de la Musique und den Edison Klassiek Award.


Kommende Termine:

03.–19.07.19    Aix-en-Provence (Raphaël Pichon und Pygmalion)
17./18.08.19    Salzburg (Raphaël Pichon)
31.08.19          Bremen (Raphaël Pichon und Pygmalion)