Dido + DiDonato + Emelyanychev = Pure Intensität

Die Aufnahme von Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ mit Orchester und Chor „Il Pomo D’Oro“ erscheint am 22. August bei Warner Music.

Der Beginn der Ouvertüre setzt bereits ein klares Zeichen für das, was folgt: pure Intensität. Wie die Streicher:innen die Töne ziehen! Wohin? Unter dem großen musikalischen Bogen zum Ende der Oper: Didos Liebestod. Dirigent Maxim Emelyanychev hat für jeden einzelnen Ton der Partitur ein Konzept. Mit Henry Purcell’s „Dido & Aeneas“ erscheint am 22. August bei Warner Music die mittlerweile fünfte gemeinsame CD-Aufnahme von Emelyanychev, seinem Originalklang-Orchester Il Pomo D’Oro und Grammy-Gewinnerin Joyce DiDonato. Never change a winning team.

Das Konzert in der Philharmonie Essen 2024, das für diese Aufnahme mitgeschnitten wurde, sorgte für Applaus ohne Ende (WAZ). Grund dafür kann nur die Energie sein, die über Maxim Emelyanychev, Solist:innencast, Chor und Orchester Il Pomo D’Oro auf die Zuhörerinnen und Zuhörer übergeht. Diese Energie ist quasi das Markenzeichen von Emelyanychev und seinem Orchester. Emelyanychev sagt über die Musik der Barockzeit: „Im Bereich der Historischen Aufführungspraxis ist mir wichtig, einer unter den Musizierenden zu sein. Ich möchte mich ganz frisch nähern. Aber mit dem Ansatz, es so zu machen, wie es damals möglich war.“ Dieser Frische können sich Hörer:innen nicht entziehen. Auch bei dieser Aufnahme nicht. Für die Frische sorgt auch der hochmusikalische Solist:innencast mit u. a. Michael Spyres (Aeneas), Fatma Said (Belinda) und Beth Taylor (Zauberin) – allen voran natürlich Titelheldin Joyce DiDonato.

Die nur einstündige Oper Dido and Aeneas, entstanden um 1689, gilt als erste bedeutende Oper in englischer Sprache und als Meilenstein der Musikgeschichte. Im Zentrum steht Königin Dido: eine der frühesten starken Frauenfiguren der Opernliteratur. Ihre berühmte Abschiedsszene When I am laid in earth ist bis heute ein Sinnbild für menschliche Größe im Moment der Verzweiflung. Ihre emotionale Tiefe war für die Zeit einzigartig – und wegweisend für Generationen von Opernheldinnen. DiDonato verleiht der Figur auch mit der Schönheit und Kraft ihrer Stimme sowohl Tiefe als auch Würde; das Ensemble Il Pomo d’Oro bringt mit historischer Klangpracht neue Farbnuancen zum Vorschein.

Hier können Sie sich das Album digital anhören.

Kurzbiografie von Maxim Emelyanychev

Emelyanychev (*1988) studierte in seiner Heimatstadt Nischni Nowgorod Klavier und Dirigieren und konzentrierte sich anschließend in Moskau aufs Dirigieren. Bereits im Alter von zwölf Jahren debütierte er als Dirigent und wurde schnell von führenden russischen Orchestern eingeladen. 2013 wurde er zum Chefdirigenten des historischinformierten Barock-Orchesters Il Pomo D’Oro ernannt, mit dem er – auch gemeinsam mit Joyce DiDonato – weltweit auf Tournee geht. Seit 2019 ist er Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra. Ab 2025/26 wird er Erster Gastdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra.

Gastdirigate führten ihn unter anderem zum Deutschen Symphonie-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder dem Tokyo Symphony Orchestra. Weiterhin dirigierte er an der Oper Zürich, beim Glyndebourne Festival oder am Royal Opera House Covent Garden. Zahlreiche Aufnahmen Emelyanychevs sind preisgekrönt: darunter mit Il Pomo D’Oro Werke von Haydn und „In War and Peace“ mit Joyce DiDonato. 2023 startete er eine Gesamteinspielung der Mozart-Symphonien mit Il Pomo D’Oro beim Label Aparté.

CD-Veröffentlichung

am 22. August 2025
bei Warner Music

Henry Purcell
Dido & Aeneas

Il Pomo D’Oro
Maxim Emelyanychev

mit Joyce DiDonato, Michael Spyres, Fatma Said, Carlotta Colombo, Hugh Cutting, Beth Taylor, Laurence Kilsby, Alena Dantcheva, Anna Piroli.

Kommende Termine:

17. August: Musikfest Bremen
Il Pomo D’Oro

4. September: Lucerne Festival
Mahler Chamber Orchestra

5. September: Musikfest Bremen
Mahler Chamber Orchestra

6. September: Bonn
Mahler Chamber Orchestra

7. September: Dortmund
Mahler Chamber Orchestra

26. September: Bonn
Scottish Chamber Orchestra

28. September: Essen
Scottish Chamber Orchestra

Foto: Andrej Grilc

 

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