Nikola Hillebrand

Eine Wiener Saison mit fünf Partien, einem Liederabend-Debüt und Tourneen bis nach Asien

Als Konstanze, Adele, Sophie, Pamina und Zdenka an der Staatsoper, gleich zwei Konzerte im Musikverein und ein Liederabend mit Andre Schuen im Konzerthaus

 

Zwei Staatsoperndebüts in Berlin und Wien, eine Aufnahme als Duettpartnerin von Jonas Kaufmann und Konzerte mit Christian Thielemann, Sir Simon Rattle und Andris Nelsons – in Nikola Hillebrands vergangener Saison jagte ein musikalisches Highlight das nächste. In der aktuellen Spielzeit wird Wien zu Ihrer zweiten Heimat.

 

Alles fing mit einem Gastspiel an: Im Januar 2024 sang Nikola Hillebrand im Theater an der Wien die Cunegonde in Bernsteins Candide. Der Direktor der Wiener Staatsoper lud Hillebrand daraufhin zum Vorsingen ein. Schon im Mai dieses Jahres folgte ihr Hausdebüt. „Als ich damals das erste Mal in der Wiener Staatsoper vorsang, hätte ich mir so eine umfangreiche Wiener Saison, wie ich sie jetzt singen werde, nicht erträumen lassen“, sagt Nikola Hillebrand. „Nun werde ich zum Dauergast und Wien wird zu der Stadt, in der ich mit sehr unterschiedlichen Rollen und Repertoire an gleich drei Häusern zu hören sein werde.“

 

Zwanzig Vorstellungen an der Wiener Staatsoper von Oktober 2026 bis Juni 2027

Allein an der Staatsoper ist Nikola Hillebrand in fünf verschiedenen Partien zu erleben:

Den Auftakt in der Staatsoper macht am 15. Oktober Mozarts Die Entführung aus dem Serail. Unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks singt Nikola Hillebrand die Konstanze in der Inszenierung von Hans Neuenfels. Mit der Partie sorgte die Sopranistin zuletzt in Berlin für großes Aufsehen, als sie kurzfristig am Nachmittag eingeflogen wurde, um an der Staatsoper Unter den Linden für die Vorstellung noch am selben Abend einzuspringen. Die Welt nannte das „eine Sensation“.

Am Silvesterabend verkörpert Nikola Hillebrand die Adele in Johann Strauss‘ Die Fledermaus, in der Inszenierung von Otto Schenk unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst. Es ist nicht das erste Mal, dass sie diese Partie mit Welser-Möst singt: 2018 stand sie in der Dresdner Semperoper erstmals als Adele auf der Bühne, damals an der Seite von Jonas Kaufmann. Der Abend wird im ORF Fernsehen übertragen.

Im Februar kehrt die Sopranistin zu der Rolle zurück, mit der sie an der Wiener Staatsoper debütierte: der Sophie im Rosenkavalier, wieder in der Inszenierung von Otto Schenk und an der Seite von Malin Byström als Feldmarschallin und Angela Brower als Octavian. Das Debüt im Mai kam an. Der Kurier schrieb, sie habe die Prüfung meisterhaft bestanden, jede Silbe sei zu verstehen gewesen, „ihre Höhen leuchten wie silbrig gleißendes Licht“.

Im Mai 2027 beendet Nikola Hillebrand ihren Wiener Opernmarathon mit zwei dicht aufeinanderfolgenden Serien. Zuerst singt sie die Pamina in Mozarts Zauberflöte, in der Inszenierung von Barbora Horákova unter Sebastian Weigle. Nur drei Tage nach der letzten Zauberflöte folgt die Zdenka in Richard Strauss‘ Arabella – eine ihrer Lieblingsrollen, mit der sie bereits an der Semperoper Dresden und an der Züricher Oper große Erfolge feierte.

Nikolas Hillebrand als Sophie im Rosenkavalier bei ihrem Debüt an der Wiener Staatsoper im Mai 2026, © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn


Liederabend-Debüt mit Andre Schuen im Konzerthaus, Elias und Händel-Arien im „Goldenen Saal“

Zwischen den Staatsopern-Serien gibt Nikola Hillebrand ihr Wiener Liederabend-Debüt. Mit Liedern und Duetten von Brahms und Schumann steht sie am 15. November gemeinsam mit André Schuen im Mozart-Saal des Konzerthauses auf der Bühne.

 „Das Lied ist so ein großer Teil meiner musikalischen Identität. Und ausgerechnet in Wien habe ich noch nie einen Liederabend gesungen“, so Nikola Hillebrand. „Dass es jetzt mit André Schuen passiert, den ich schon auf seinem Mozart-Album begleiten durfte, ist für mich umso bedeutsamer. Das ist einer der Abende, auf den ich auf meiner Wien-Reise mit der größten Spannung hin fiebere.“

Im Januar singt sie Mendelssohns Elias im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Manfred Honeck. Im April kehrt sie an denselben Ort zurück: Es erklingen Arien von Händel in der Fassung von Mozart, mit Bariton Florian Boesch und dem Concentus Musicus unter der Leitung von Stefan Gottfried.

 

Tourneen in Asien mit der Staatskapelle Berlin & Christian Thielemann und dem Gewandhausorchester

Auch abseits der Musikmetropole Wien erobert Nikola Hillebrand die Bühnen der Welt. Im November gastiert sie mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Christian Thielemann im Shanghai Grand Theatre und singt dort die Sophie in der Rosenkavalier-Inszenierung von André Heller, u. a. mit Camilla Nylund und Peter Rose.

Kurz darauf ist sie als Peri in Schumanns Das Paradies und die Peri an der Opéra national du Rhin in Straßburg unter Antonello Manacorda zu erleben.

Im Dezember singt Hillebrand das Weihnachtsoratorium mit dem Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Giovanni Antonini und einen Quartett-Abend im Berliner Pierre Boulez Saal, bei dem Sir András Schiff am Klavier sitzt.

Im Januar singt sie Mendelssohns Lobgesangs-Symphonie mit dem Orchestre National de France unter Eun Sun Kim in Paris, im Februar Mahlers Zweite mit dem WDR Sinfonieorchester unter Robin Ticciati in Köln und Essen.

Im März führt sie eine Asientournee mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor unter Andreas Reize nach Tokio, Seoul und Hongkong, mit Bachs Matthäus-Passion, die dann anlässlich des 300. Jahrestages der Uraufführung auch in der Leipziger Thomaskirche erklingt.

Liederabende im New Yorker Park Avenue Armory, bei der Schubertiade in Hohenems, in der Wigmore Hall und bei den Dresdner Musikfestspielen runden diese abwechslungsreise Saison ab.

 

Über Nikola Hillebrand

Nach ihrem Gesangsstudium und ersten Bühnenerfahrungen trat die Sopranistin Nikola Hillebrand dem Ensemble des Nationaltheater Mannheim bei. 2020 wurde sie Teil des Ensembles der Semperoper Dresden. Konzerte und Opernaufführungen führten Nikola Hillebrand in den vergangenen Jahren in die Wiener Staatsoper, zu den Salzburger Festspielen, in den Wiener Musikverein, in das Wiener Konzerthaus, auf die Seebühne Bregenz, in die Bayerische Staatsoper, in die Elbphilharmonie sowie in die Opéra de Paris und in die Staatsoper Unter den Linden Berlin. Auf ihrem Weg arbeitete sie mit Dirigentengrößen wie Christian Thielemann, Klaus Mäkelä, Andris Nelsons, Franz Welser-Möst, Herbert Blomstedt, Sir Simon Rattle und Raphaël Pichon zusammen.

Heute hat sie sich als eine der vielseitigsten Sängerinnen ihrer Generation etabliert und ist sowohl im Koloratur- als auch lyrischen Fach international gefragt. Für ihre leuchtende Stimme, ihr schauspielerisches Können und ihre außergewöhnliche Bühnenpräsenz erhält sie regelmäßig hohe Anerkennung von der Fachpresse: „Engelsgleich, perfekt intoniert, präzise vorgetragen, und ungekünstelt ausdrucksstark“ (Boston Classical Review), „darstellerisch und stimmlich perfekt“ (Kleine Zeitung) und ein „wirklicher Lichtblick“ (Hamburger Abendblatt) seien ihre Aufführungen; „perlende ausdrucksstarke Koloraturen in stratosphärischen Höhen“ (FAZ) zeichneten sie aus; „ihr strahlender Sopran lässt jeden Moment Ihres Gesangs zu einem Genuss werden“ (Opernmagazin). 

 

Nikola Hillebrands Wiener Saison 2026/27

15., 18., 21. & 23. Oktober 2026 | Wiener Staatsoper
W. A. Mozart, Die Entführung aus dem Serail (Konstanze)

15. November | Wiener Konzerthaus
Liederabend
mit André Schuen und Liedern von Johannes Brahms und Robert Schumann

31. Dezember 2026, 01., 02. & 06. Januar 2027 | Wiener Staatsoper
Johann Strauss, Die Fledermaus (Adele)

09. & 10. Januar | Musikverein Wien
Felix Mendelssohn Bartholdy, Elias
mit den Wiener Symphonikern und Manfred Honeck

 08., 12, 15. & 19. Februar 2027 | Wiener Staatsoper
Richard Strauss, Der Rosenkavalier (Sophie)

17. April 2027 | Musikverein Wien
Händel-Arien in der Mozart-Fassung
mit dem Concentus Musicus und Stefan Gottfried

08., 11., 14. & 19. Mai 2027 | Wiener Staatsoper
W. A. Mozart, Die Zauberflöte (Pamina)

22., 27., 29. Mai & 01. Juni 2027 | Wiener Staatsoper
Richard Strauss, Arabella (Zdenka)

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