Insula Orchestra, accentus choir & Monteverdi choir
Gipfeltreffen dreier Top-Ensembles der Alten Musik
Drei der profiliertesten Ensembles der europäischen Alte-Musik-Szene finden für eine gemeinsame Interpretation von Bach‘s letzten Meisterwerk zusammen: Unter der Leitung von Laurence Equilbey führen der accentus choir, der Monterverdi choir und das auf historischen Instrumenten musizie-rende Insula Orchestra Bachs h-Moll-Messe in Paris sowie auf Tournee in Budapest, Cuenca, Toulouse und Amsterdam auf. Núria Rial, Anna-Lucia Richter und Werner Güra übernehmen u. a. die Solo-Partien.

Bachs einzige vollständig ausgearbeitete Messe und sein letztes vollendetes Werk, die h-Moll-Messe, gilt als Höhepunkt eines Lebens im Dienst der geistlichen Musik. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit schüchtert dieses Werk bis heute selbst die renommiertesten Dirigent:innen ein und stellt Musiker:innen vor große interpretatorische Herausforderungen. In der Konstellation von accentus choir, Monteverdi choir und Insula Orchestra entsteht eine historisch informierte, Lesart, die das im Werk verankerte Menschliche wie Göttliche gleichermaßen miteinander vereint.
Die h-Moll-Messe nimmt innerhalb von Bachs Œuvre eine wahrhaft einzigartige Stellung ein. Sie ist seine einzige vollständige Vertonung des Ordinariums der Messe und bleibt zwar der Tradition verpflichtet, erweitert deren Horizont jedoch in tiefgreifender Weise. Durch ihre Dimensionen, die Dichte ihres musikalischen Denkens und die Geschlossenheit ihrer Architektur übertrifft sie nicht nur alles Vorangegangene – sie definiert neu, was eine Messe in der Musik sein kann.
– Laurence Equilbey

Laurence Equilbey, © Alina Sepp
Der von Laurence Equilbey gegründete accentus choir zählt zu den renommiertesten Vokalensembles Europas und wird international für seine Klarheit, emotionale Tiefe und stilistische Präzision geschätzt. Gemeinsam mit dem ebenfalls von Equilbey gegründeten Insula Orchestra tritt der Chor regelmäßig im der Pariser La Seine Musicale auf. Die Interpretationen der zwei Ensembles werden immer wieder vom Publikum gefeiert und von der Presse gelobt. So überzeugten das Insula Orchestraund der accentus choir z. B. mit ihrer Produktion des Fidelio (2022), die „ein ganz neues Kapitel der Beethoven-Interpretation“ (Concerti) aufschlug, oder auch zuletzt mit einer szenischen Neuinterpretation von Brahms‘ Ein deutsches Requiem (Januar 2026), über die es in einer Kritik hieß: „Laurence Equilbey, Harnoncourt-Zögling, am Pult ihres Originalklangorchesters führte alle zusammen, sorgt für einen zügig pulsierenden Ablauf bei fein ausbalancierten Temporelationen. Man lernt: Es kommt nicht darauf an, ob auf Darmsaiten und mit Naturhörnern, ob mit oder ohne Vibrato gespielt wird, sondern darauf, was ein Interpret daraus macht. Und das ist im Fall von Equilbey sehr viel.“ (Die Presse)
Bekannt für seine leuchtende und ausdrucksstarke Chormusik gehört der Monterverdi choir zu den führenden britischen Ensembles. Die h-Moll-Messe führte der Chor bereits mehrfach unter der Leitung seines Gründers John Eliot Gardiner auf.
Die Solopartien der Messe übernehmen Núria Rial (Sopran), Anna-Lucia Richter (Mezzosopran), Eva Zaïcik (Alt), Werner Güra (Tenor) und Gerrit Illenberger (Bass).
Konzerttermine:
26. & 27.03.2026, Paris / La Seine Musicale
29.03. Budapest / MÜPA
04.04. Cuenca
07.04. Toulouse
09.04. Amsterdam /Concertgebouw