Tschechische Philharmonie & Semyon Bychkov

Saisoneröffnung am 29. September mit der Leningrader Sinfonie

Die neue Saison führt die Tschechische Philharmonie im März 2022 auch nach Berlin, Hamburg und Essen – im Gepäck Smetenas „Má vlast“.

Bychkov + Czech Philharmonic 8 Dec 2017 (c)_Petra Hajská

 

Während des Lockdowns hatte die Tschechische Philharmonie 16 Konzerte gestreamt und damit mehr als 800.000 Zuschauer im tschechischen Fernsehen und 1,9 Millionen über Facebook und YouTube erreicht. Fünf der vom Orchester präsentierten Konzerte waren Benefizkonzerte, die fast 500.000 € zur Unterstützung von Krankenhäusern, Wohltätigkeitsorganisationen und medizinischen Einrichtungen einbrachten.

„In der neuen Saison werden wir endlich wieder zusammen sein, Musik teilen und uns gegenseitig inspirieren. Es ist schon viel zu lange her, dass wir durch die Pandemie getrennt wurden. Das Publikum direkt, unmittelbar im Saal zu haben, haben wir sehr vermisst. Willkommen zurück! Wir haben so viel außergewöhnliche Musik, die nur darauf wartet, gespielt zu werden!“

Chefdirigent Semyon Bychkov

 

Als Auftaktkonzert hat sich Bychkov daher ein besonderes Programm überlegt: so feiert die Tschechische Philharmonie am 29. September den Beginn ihrer 126. Saison mit einer Aufführung von Schostakowitschs Leningrader Sinfonie, die zum zweiten Mal während der Belagerung von Leningrad aufgeführt wurde. Das Programm hat für den dort geborenen Dirigenten eine tiefe persönliche Bedeutung, erlebte doch seine Mutter die 900 Tage der Belagerung selbst mit. Im Oktober und November folgen Aufführungen der Mahler-Sinfonien.

Auch neue Auftragskompositionen von Bryce Dessner und Julian Anderson werden in der neuen Saison zur Uraufführung kommen. Das Engagement der Tschechischen Philharmonie für zeitgenössische Musik zeigt sich außerdem in der Aufführung von Werken von Kabeláč, Ullmann und Smolka neben Komponisten wie Strauss, Strawinsky, Schostakowitsch, Rachmaninow, Martinů und Janáček.

Dass die Tschechische Philharmonie klanglich tief in ihrer Heimat verwurzelt ist, zeigt sich auch an ihrem Tournee-Programm: So ist u.a. ein dreitägiges tschechisches Musikfestival im Wiener Musikverein geplant, gefolgt von einer Deutschlandtour: vom 9. bis 13. März wird die Philharmonie in fünf Konzerten in Berlin, Hamburg und Essen Smetanas ikonischen symphonischen Zyklus „Má vlast“ präsentieren.

In der 2021/22 Saison werden u.a. internationale Dirigenten wie Alain Altinoglu, Manfred Honeck, Michael Tilson Thomas und Franz Welser-Möst sowie hochkaratige SolistInnen wie Emanuel Ax, Bertrand Chamayou, Sheku Kanneh-Mason, Víkingur Ólafsson, Sir András Schiff, Anne-Sophie Mutter und Pablo Ferrández in der Prager Philharmonie zu Gast sein. Artist-in-Residence Yuja Wang wird u.a. als Solistin beim jährlichen Gedenkkonzert an die Samtene Revolution auf der Bühne stehen.

Alle Konzerte sind live geplant. Für den Fall, dass die Konzerte aufgrund von Einschränkungen ohne Publikum stattfinden müssen, ist wieder eine alternative Saison mit Streams und Übertragungen geplant.

 

Foto: Petra Kajská

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